Über mich

Melanie Fritz

Ich bin 1969 am Bodensee geboren und komme aus einer „ganz normalen“ deutschen Familie. Ich habe meine Eltern nie beim Sex gesehen oder beim Austausch von Zärtlichkeiten. Kommunikation gab es bei uns wenig – oder besser gesagt nicht in einer guten Form. Sexualität war ein Tabu. Die Ehe meiner Eltern war ein echter Rosenkrieg, körperliche und psychische Gewalt gehörten oft dazu.

Nach einer turbulenten und nicht immer glücklichen Schulzeit lernte ich Köchin und dann Konditorin. Ich habe es geliebt mit den Händen zu arbeiten und leckere Sachen zu erschaffen. Mit 30 Jahren sattelte ich dann langsam um auf Psychotherapie, Körpertherapie und auf die Begleitung von Menschen, was sich inzwischen zu meinem Hauptberuf entwickelt hat.

Und das Thema Sexualität nahm im Lauf der Jahre einen immer größeren Raum ein.

Und das kam so:

Als junges Mädchen lernte ich aus Frauenromanen, wie Sex geht; damals gab es wenig Aufklärung (und kein Internet) und außer Dr. Sommer in der Bravo blieben mir nur die Sexszenen in den Büchern. Dort ging Sex immer einfach, unkompliziert und endete immer mit Orgasmen auf beiden Seiten mit Feuerwerken, halber Ohnmacht, großen Gefühlen und WOW-Effekten.

Die Ernüchterung kam dann bei meinen ersten sexuellen Erfahrungen. Leider haben damals die jungen Männer bei mir „den Punkt“ nicht gefunden und so war Sexualität mit Männern für mich frustrierend. Ich dachte zu dieser Zeit „mein Körper und ich als Frau funktionieren nicht richtig!“. Ein Mann fragte mal vorsichtig nach, ob ich frigide sei oder ob irgendwas mit mir nicht stimme. Damals wusste ich nicht, was ich brauche oder was ich mag, wenn ich mit einem Mann Sex hatte. Und selbst wenn ich mal eine Ahnung hatte, was ich mir gerade wünschen würde, wusste ich nicht, wie ich es ihm sagen konnte. Es war meistens eher frustrierend als lust- und genussvoll.

Für mich war Sex dann lange Beziehungspflege und ich genoss die Nähe, die Gefühle und die Verbundenheit. Meine Orgasmen konnte ich an einer Hand abzählen (zumindest die zusammen mit einem Partner). Alleine klappte es immer super…. da funktionierte meine Lust und mein Orgasmus gut.

Mit Ende 30 fing ich dann an, mich mit meiner Sexualität intensiver zu beschäftigen – aus dem Gefühl heraus, dass da noch mehr geht, dass das noch nicht alles gewesen sein kann… Es gab eine innere Stimme, die sagte: „Da ist noch mehr, das ist nicht das Ende der Fahnenstange“.
Ich begann mit Tantra-Gruppen (zu diesem Zeitpunkt beschäftigte ich mich schon seit 10 Jahren intensiv mit Selbsterfahrungsgruppen, Therapie und diversen Körpertherapien). Lernte Tantra-Massage und arbeitete einige Jahre als Tantra-Masseurin in einem Institut. In dieser Zeit habe ich viel über mich, Männer & Frauen, Lust & Erregung, Berührung, Kontakt und Sexualität gelernt.

Ich lernte mich und meinen Körper besser kennen, lernte was ich mag – abseits von Medienbildern und dem gesellschaftlichen, leistungsorientierten Sex. Und ich lernte meine Wünsche auszusprechen, so zu formulieren, dass sie auch ankommen. Die Sexocorporel-Ausbildung vertiefte mein Verständnis und gab mir ein neues Verständnis von Sexualität.
Ich kann heute sagen, dass sich für mich eine Welt öffnete, von der ich nie gedacht hätte, dass sie so für mich da wäre. Meine Beschäftigung mit meiner Sexualität hat mein Leben komplett verändert: Mein Selbstbewusstsein, meine Kraft und meine Persönlichkeit haben sich stark zum Positiven verändert. Ja, ich habe inzwischen Sex erlebt, bei dem es Feuerwerke gab, ich habe Sex erlebt, der banal und langweilig war, und ich habe Sex erlebt, der absolut intim und zutiefst verbindend war. Ich habe mich selber auf verschiedenen Ebenen besser kennengelernt und erlebe heute meine Sexualität als nährend, als verspielt, als genussvoll und auch als wild und unbändig. Ich kann mich heute entscheiden und sagen, was ich mir wünsche, ich kann heute den Raum gestalten, der mir gut tut und der mich nährt.

2012 spezialisierte ich mich dann beruflich auf weibliche Sexualität. Ich hatte ja selber an mir gelernt, was ich alles verändern konnte (...ja, guter Sex ist lernbar!). Und dieses Wissen wollte ich an andere Frauen weitergeben. Daraus entstand mein Herzstück: die Lustschule, in der Frauen sich auf eine wunderbare Forschungsreise begeben, um ihre Sexualität neu zu entdecken.

Neben meiner Praxis in Erlangen leitete ich zwischen 2012 und 2020 viele gemischte Tantra-Massage-Gruppen, unterrichtete im Perlentor als Co-Leitung Frauen in Yoni-Massage und Sexualcoaching und entwickelte meine eigenen Gruppen und Seminare. Es erfüllt mich mit sehr viel Freude zu sehen, wie Menschen lernen gut zu berühren und ihre Sexualität neu entdecken.

In dieser Zeit entstanden unter anderem in 2014 auch die Handarbeitsabende und Handwerkerabende, die ich gemeinsam mit Andrea Silwanus konzipiert habe. In diesen Kursen vermitteln wir auf humorvolle Weise die Intim-Massagen für Frauen und Männer am künstlichen Modell.

Meine Angebote ändern sich immer wieder, da ich mich ständig – auch aus persönlichem Interesse – weiterbilde und so Neues entstehen kann.

Wenn Sie Ihre eigene Sexualität auch besser kennenlernen wollen oder Ihre Sexualität (mit anderen) mehr genießen wollen, freue ich mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie ein Stück Ihres Weges zu begleiten.

Meine Ausbildungen:

  • Sexocorporel ZISS®-Sexualtherapie, Basis- und Vertiefungs-Lehrgang
  • Systemische Paar-/Sexualtherapie bei Prof. Dr. Ulrich Clement
  • Somatic Experiencing® (Traumatherapie Peter Levine)
  • Tantra-Jahrestraining bei Sky Dancing Tantra®
  • Zertifizierte Tantra-Massage nach dem TMV® bei Zinnober
  • Perlentor-Frauenmassage bei Nhanga Ch. Grunow
  • diverse Tantra-Gruppen
  • diverse Körpertherapie- und Massage-Ausbildungen (Craniosacral Therapie, Lomi-Lomi, TouchLife Massage®, Hot-Stone-Massage)
  • Foundation-Lehrgang Bodynamic
  • Heilpraktikerin für Psychotherapie